Warum Zugfahrten immer mit Gelassenheit zu tun haben

Als ich nachts um drei frierend auf dem Bahnhof Hannover strande, steht mein Entschluss fest: Diese Odyssee wird sich nicht wiederholen. Nie mehr werde ich mit der Bahn nach Wien fahren. Ich werde das Flugzeug nehmen – meinem Ökogewissen zum Trotz.

Um zwölf Uhr mittags hatten streikende Wiener Bahnangestellte meine Heimreise nach Bremen beendet, bevor sie begonnen hatte. Erst nach fast vier Stunden, das sind umgerechnet drei Becher Tee und ein Stück Torte im teuren Bahnhofsrestaurant – kommt der Zugverkehr wieder ins Rollen. Sämtliche Anschlusszüge sind da schon längst Geschichte.

Pleiten und Pannen

Kurz nach Passau hat es sich schon wieder ausgerollt – Lokschaden. „Wir bitten um Verständnis“, tönt eine Stimme. Das Licht flackert gespenstisch, wir Passagiere MEHR

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Wien – Stadt der Achtsamkeit

Die Straßenbahn mit dem Buchstaben D an der Stirnseite fährt mich über den Ring um die Wiener Innenstadt herum, an ehrwürdigen Gründerzeitbauten vorbei zum Writers’ Studio: Seien Sie achtsam, andere brauchen ihren Sitzplatz vielleicht nötiger als sie, tönt es aus dem Lautsprecher. Ach schau, hier wird man daran erinnert, achtsam zu sein. Was für eine …mehr

„Warum tun wir uns das an?“ – Über Grusel und Entsetzen an Halloween

Es war am Mittwoch, 15 Uhr, bei Karstadt in Bremen. Nach drei Rolltreppen stand ich vor folgendem Objekt:

Einem halben Arm, ohne Schulter, mit langen knochigen Fingern und Krallen, von denen rotes Kunstblut tropfte. Von einem Ständer baumelten weitere „Zombie-Pakete“, abgerissene Gliedmaßen aus Kunststoff und diverse Fleischwunden zum Aufkleben. Mehr

Produktive Grenzen

Gerade las ich einen Blog-Beitrag meiner lieben Coaching-Kollegin Daniela Reiter und war selig: Danke, Daniela! Danke für Deine Zeilen, in denen Du mir bestätigst, dass ich nicht die einzige bin, die von den vielen modernen Kommunikationskanälen gelegentlich überfordert ist.

Email, Whatsapp, SMS, Telefon, Zoom.us-Meetings, Skype-Verabredungen. Allein das Tippen der Aufzählung dauert schon 30 Sekunden, wie viel länger dauert es dann, alle Kanäle im Blick zu behalten und zu bedienen? MEHR

 

„Wenn Lehrer nerven – was Eltern tun können“

Die Soziologin Rosa Jiménez-Claussen hat als Mutter, Lehrerin und Elternvertreterin einen viel-perspektivischen Ratgeber geschrieben. Lest selbst, was sie zum Buch motiviert hat und welche Ideen sie für einen entspannteren Umgang mit Schule entwickelt …

Birgit:

Über Dein Buch „Wenn Lehrer nerven – was Eltern tun können“ werden sich sicher viele Eltern freuen. Endlich gibt es einen Ratgeber für alle Mütter und Väter, die ihre Kinder in ihrer Schullaufbahn unterstützten wollen. Wie bist Du auf dieses Thema gekommen?

Rosa:

Mich haben die Lehrerinnen und Lehrer meiner Kinder häufig genervt. Als ich dann in Bremen an derselben Schule, an der mein ältester Sohn zur Schule ging, mein Referendariat begonnen habe, konnte ich schnell viele Abläufe und Missverständnisse zwischen Eltern und Lehrkräften verstehen. Dann merkte ich, dass uns Eltern vieles, was in der Schule passiert, nicht erklärt wird. Viele Missverständnisse ließen sich vermeiden, wenn man Eltern die vorhandenen Strukturen besser erläutern würde … Weiterlesen

Eine alte Buchbekanntschaft

Heute morgen muss ich über eine bereichernde Buchbekanntschaft schreiben. Eine alte Bekanntschaft, denn vor Jahren habe ich „Das zweite Leben des Herrn Roos“ von Hakan Nesser bereits einmal gelesen und genossen. Eben habe ich das Hörbuch das zweite Mal gehört und war wieder war bis zum letzten Satz gefangen.

In dem Buch geht es Ante Valdemar Roos und um Urteile, die wir treffen, die jeder Mensch trifft, um sich in der Welt zu orientieren, und die oft nichts mit der Wahrheit anderer Menschen zu tun haben. Mehr

Glücklich in sechs Minuten am Tag?

Der Trend setzt sich fort: Journal schreiben ist in. Zuletzt hat vor allem das kreative Tagebuchschreiben Anhängerinnen gewonnen: In sogenannten Bullet Journals soll es uns gelingen, Ziele zu verwirklichen, Tage zu managen und Erlebnisse fest zu halten.
Jetzt gibt es eine weitere Anleitung zum Journal-Schreiben auf dem Buchmarkt. Das 6-Minuten-Tagebuch von Dominik Spenst, das angeblich glücklich macht. Zweifel sind erlaubt – habe ich mir gesagt und es trotzdem gekauft. Weiter lesen