Archiv der Kategorie: Journal to the Self (JTTS)

Studienfeuer entfachen – Wer macht mit?

„Der erste Online-Kongress für Studierende –

Denk‘ einmal an Dich und Dein Studium. Wie würdest Du das beschreiben? Brennt Dein Studienfeuer? Knistert es zumindest ein bisschen? Oder ist da doch eher Eiszeit?“,

das fragt Dr. Andrea Klein, Beraterin, Autorin und Gründerin des ersten Online-Kongresses für Studierende auf ihrer neuen Plattform http://www.studienfeuer.de (siehe Foto)

 

Vom 22. Februar bis zum 1.  März 2019 findet Ihr dort Informationen für mehr Erfolg und Lust am Studium. Wer sich kostenlos registriert, bekommt täglich einen Link zu einem Experten-Video und die Chance, das Studienfeuer neu zu entfachen: MEHR

Auf ein Neues! Mit dem Journal ins Jahr 2019 …

Planung ist alles – diesen Eindruck kann Frau bekommen, wenn Sie heutzutage durch die Lebenshilfe-Abteilung von Buchhandlungen tingelt. Als Journal-Writing-Fan nehme ich von dort gerne Anregungen und auch die ein oder andere Neuerscheinung mit nach Hause.

Mein letzter Einkaufsbummel hat mich allerdings sprachlos gemacht – um nicht zu sagen: überfordert: Unglaublich, welche Vielfalt an Büchern zum Journal-Schreiben in jüngster Zeit erschienen sind.

Und das ist eine gute Nachricht! Das Journal Writing ist voll und ganz in Deutschland angekommen.

Das Journaling vermehrt sich in vielen Formen und Farben – vor allem das original Bullet Journal – kurz BuJo von Ryder Carrol aus Brooklyn hat zahlreiche Brüder und Schwestern bekommen

Im BuJo geht es nicht nur um kreative Tages-, Wochen- und Monatsplanung … MEHR

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Glücklich in sechs Minuten am Tag?

Der Trend setzt sich fort: Journal schreiben ist in. Zuletzt hat vor allem das kreative Tagebuchschreiben Anhängerinnen gewonnen: In sogenannten Bullet Journals soll es uns gelingen, Ziele zu verwirklichen, Tage zu managen und Erlebnisse fest zu halten.
Jetzt gibt es eine weitere Anleitung zum Journal-Schreiben auf dem Buchmarkt. Das 6-Minuten-Tagebuch von Dominik Spenst, das angeblich glücklich macht. Zweifel sind erlaubt – habe ich mir gesagt und es trotzdem gekauft. Weiter lesen

Viertelstunden-Schreiben

Keine Zeit – hält Euch dieser Gedanke auch oft vom Schreiben ab – obwohl der kleine Eintrag ins Journal doch stets so gut tut?
Damit es Euch (und mir) leichter fällt, die Tage mit ein paar heilsamen Zeilen zu beginnen, gibt es ab jetzt in diesem Blog jede Woche kleine Anregungen für das Viertelstunden-Schreiben. MEHR

 

 

Dreck zu Gold machen

Wenn die Temperaturen steigen, wachen auch unsere fünf bis sieben Sinne auf. Wir nehmen die Welt mit anderen Augen wahr: die Winterdepression wird beim Frühjahrsputz einfach mit weggewischt und Ideen sprießen wie die Osterglocken vor dem Fenster.

Zeit für eine Schreibeinladung, mit der wir diese besonderen Momente im Jahr – Momente, in denen wir uns transformieren – festhalten können.  Darum erinnere ich heute an die Technik der Momentaufnahmen. Das ist eine der 18 Methoden, die Schreibtherapeutin Kathleen Adams in ihr großartiges „Journal to the Self“-Konzept aufgenommen hat.

In den nächsten Wochen werde ich immer mal wieder die ein oder andere Methode vorstellen, mit denen Ihr Eurer Tagebuch aufpeppen könnt und vielleicht wieder mehr Spaß am täglichen Schreiben findet. Zunächst aber … MEHR

 

Und was kommt nun?

… so lautet der Titel meines aktuellen Artikels in Psychologie Heute über die weiblichen Babyboomer, also Frauen zwischen 55 und 65, die in den nächsten Jahren das Alter revolutionieren könnten. Ob sie es tatsächlich tun, wie vor allem amerikanische Soziologinnen vermuten, müssen wir natürlich abwarten.

In der Vergangenheit haben Babyboomer mit dafür gesorgt, dass sich die Geschlechterrollen verändern, Frauen in Führungsetagen kommen und Mutterschaft und Beruf sich nicht mehr ausschließen. Herausforderungen gibt es allerdings noch genug. Vor allem das Alter fordert Anpassungen und Veränderungen und bringt Verluste. Doch dafür sind viele Frauen gut gerüstet. Mehr dazu ab S. 28, in Psychologie Heute 6/17 …

Vorbilder dafür, wie auch die Jahre jenseits der 60 und 70 spannend, herausfordernd und glücklich sein können, durfte ich vor kurzem in Denver kennenlernen. Für meine Weiterbildung zum „Journal to the Self-Instructor“ (siehe vorherigen Blogbeitrag) war ich im „Loretto Spiritual Center“ einquartiert, einem katholisch geführten Tagungszentrum. Dessen zwölf Leiterinnen bilden eine „Sisterhood“, sie sind im Durchschnitt etwa 85 Jahre alt, und führen nicht nur das Zentrum, sondern verwalten auch die angrenzende Schule für schwer erziehbare Kinder.

Der lebendige Kontrast im „Loretto Center“ – hier die gottesfürchtigen Seniorinnen, dort die rebellischen Kids – passt zur Lebenshaltung der Schwestern, auch jetzt im höheren Alter: Zugewandt, lebensfroh, neugierig und an der Zukunft interessiert – und zwar nicht nur an der eigenen. Im nächsten Jahr wird das Zentrum aufgelöst, die Ordensschwestern über das ganze Land in neue Orden verteilt. Sie sehen diesem letzten großen Aufbruch wehmütig, aber auch mit Vorfreude entgegen, sagen sie.

Neugier und Bereitschaft zur Veränderung sind Ingredienzen für gesundes Altern, aber eben auch dafür, dass jemand für andere Menschen zugänglich bleibt, mitten im Leben steht und den Humor nicht verliert. Ich habe in den Ordensschwestern Vorbilder für das eigene Altern gefunden.

Unter anderem in einer Schwester, der ich vor dem köstlichen Kuchenbufett im Speisesaal beichtete: „Kuchen essen – ganz gemütlich mit einer leckeren Tasse Kaffee dazu – gehört zu meinen Lastern“.

„Laster?“, sie war entrüstet: „Im Gegenteil. Wir lieben gutes Essen hier. Und Kuchen, hmm, das ist ‚acquired passion’“.

Und das, liebe Schreiberinnen und Schreiber, wünsche ich uns für die nächsten Lebenjahre: Leidenschaft fürs Leben, egal wie alt wir sind. Selbst wenn wir sie uns manchmal erst erarbeiten müssen.

Noch eine Erinnerung: Morgen, 23.5., 18 Uhr, ist meine Lesung von „Schreiben zur Selbsthilfe – Worte finden – Glück erleben – gesund sein“ (Springer 2017), in der Stadtbibliothek Bremen. Ihr seid herzlich willkommen. Und hier ein Link zum Artikel, der heute dazu im Weserkurier erschienen ist: https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-mitte_artikel,-ich-bin-so-etwas-wie-eine-wortesammlerin-_arid,1602314.html#

 

 

Die „community of writers“

„Schreiben ist wie atmen. Man kann lernen, es gut zu machen, aber der Punkt ist, es zu tun, egal was kommt.“

Julia Cameron hat diesen Satz gesagt, eine Schreibkollegin hat ihn zitiert, und ich möchte ihn hier ergänzen:

„Schreiben ist wie atmen. Man kann lernen, es gut zu machen, aber der Punkt ist, es zu tun, egal wo. Und egal wie. Und egal, was kommt.“

Ob wir im Café auf einer Serviette schreiben, ob wir am Schreibtisch, auf dem Laptop oder in der S-Bahn schreiben – halb abgewandt von unserem Sitznachbarn, während wir die Hand schützend über das Papier halten, damit unsere ehrlichen Worte nicht in „falsche Augen“ geraten – das alles spielt für die positive Wirkung des Schreibens kaum eine Rolle.

Nicht egal ist allerdings, mit wem wir es tun. Die „community of writers“ entscheidet, ob ein Schreibraum entsteht, der Träume wachsen lässt,  und uns so stark macht, dass wir sie auch erreichen können.

Ein Möglichkeitsraum entsteht nur in einer guten „community of writers“

  • wenn Du Dir selbst beim Schreiben eine liebevolle Zuhörerin und Leserin bist
  • wenn Du in der Vorstellung für jemanden schreibst, der oder die liebevoll und würdigend zuhört oder liest
  • wenn die Menschen in Deiner Schreibgruppe Dich und Deine Texte mit Respekt und Wohlwollen behandeln
  • wenn sie ihr Feedback als das erkennen, was es ist: subjektiv,
    und als das, was es leisten soll: das Potenzial eines Textes erkennen, die Autorin stärken und respektieren.

Dann, nur dann, ist Schreiben das, was viele Kolleginnen und Schreibfreundinnen täglich erfahren: Schreiben wird zum Begleiter, zum Freund, zur Freundin, zum Coach, zur Beraterin.

Gerade brauche ich das Schreiben selbst wieder, um den Übergang zu meistern – aus einer traumhaften Schreiberfahrung in Denver zurück in den unterkühlten Bremer Frühling. Aus einer idealtypischen wertschätzenden „community of writers“, aus Träumen, die gewachsen und stark geworden sind und die ich nun in Realität verwandeln will.

In Denver habe ich gerade mein „Journal to the Self-Instructor“-Training abgeschlossen, das von  der Psychologin Kathleen Adams entwickelt wurde und seit 30 Jahren !!!! von tausenden Menschen in den USA erfolgreich genutzt wird (mehr dazu demnächst hier im Blog) Ich freue mich riesig, dass ich nun die Ansätze der „amazing Kay“ nach Deutschland tragen darf 🙂

Die wichtigste Erfahrung für mich ist – neben den tollen Schreibmethoden natürlich – , dass die „community of writers“ international ist und uns über Grenzen hinweg ganz tief miteinander verbinden kann.

Die Politik in den USA bringt uns zur Zeit ja oft in Verzweiflung; die US-amerikanischen Frauen meiner Weiterbildungsgruppe stärkten dagegen mein Vertrauen in die Zukunft:  Da war etwa die junge Journalistin, eine Mormonin, auf der Suche nach einer neuen Spiritualität, die zwei Jahre in Russland gelebt hat, im letzten Sommer aber in Griechenland war, um über die Flüchtlingskrise zu berichten. Da war die erfahrene Traumatherapeutin, die jahrzehntelang Frauen mit Ess-Störungen behandelt hat und uns mit Lachyoga entspannte sowie die zart wirkende, aber hoch dekorierte Air-Force-Pilotin, die nun – in ihrem neuen Leben – Neuankömmlingen in den USA Englisch beibringt – und demnächst den wunderbaren Ansatz „Journal to the Self“ vermittelt. Und dann war da ich.

Kurzum: Eine ungewöhnliche, lebendige Gruppe mit einer Myriade an Erfahrungen, Eindrücken und Ideen. Eine potente Mischung, zusammengehalten durch die Liebe zum Schreiben, durch gemeinsame Werte und gegenseitige Achtung.

Ja, Schreiben macht stark und es kann beinahe unverwundbar machen, wenn es in einer „community of writers“ geschieht, die ihren Namen verdient. Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr die Zutaten dazu heute findet – entweder in Gleichgesinnten in einer Gruppe oder ganz einfach in Euch selbst.

PS: Für alle BremerInnen gibt es am Samstag wieder eine „community of writers“ beim Schreibtreff ab 10 Uhr in der Stadtbibliothek.

Der nächste Schreibsalon – eine wundervolle, anregende, stärkende „community of writers“, trifft sich am 17. Mai von 18 bis 21 Uhr in der Bürgermeister-Schöne-Str. 12, mit Snack. Einsteiger willkommen.

Am 23.5.2017 ab 18 Uhr stelle ich mein neues Buch „Schreiben zur Selbsthilfe. Worte finden – Glück erleben – gesund sein“ in der Stadtbibliothek in Bremen vor. Es wird auch geschrieben … Ich freue mich auf Euch!